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Glossar

Absorption

Ein Teil elektromagnetischer Strahlung trifft auf die Probe, wird innerhalb dieser Probe in andere Energiezustände umgewandelt und somit die Strahlungsleistung abgeschwächt. Der Absorptionswert ist proportional zur Schichtdicke der Probe und zur Menge der absorbierenden Substanzen. Sie errechnet sich aus dem Kehrwert der Transmission: % meint Prozent Transmission, A* meint Spektrales Absorptionsmaß darunter Extinktion (EXT), Concentration Unit (CU) und Absorption Unit (AU).

APHA / APHA Farbzahl

Abkürzung für American Public Health Association
APHA Farbzahl: Farbbestimmung von Flüssigkeiten, angegeben in Hazen-Einheiten, deshalb manchmal auch "Hazen-Farbzahl" oder Platin-/Cobalt-Farbzahl.

ASTM

Abkürzung für American Society for Testing and Materials. Die ASTM veröffentlicht technische Standards für Prüf- und Analyseverfahren wie z.B. Farbvergleiche, es gibt mittlerweile mehr als 12.000 Standards. Darunter z.B. ASTM D 1500 (Glasstandards mit definierter Transmission), Saybolt Farbzahl, Gardner Farbzahl, Rosin Farbzahl uvm.

Auge

Sinnesorgan zur Wahrnehmung von Lichtreizen, welche durch sogenannte Fotorezeptoren aufgenommen und im Gehirn zu einer optischen Wahrnehmung verarbeitet werden. Das menschliche Auge enthält in der Netzhaut Stäbchen zur Wahrnehmung des Hell/Dunkel Kontrastes und Zapfen für die Wahrnehmung von Farbe (Blau, Rot, Grün). Die Farbempfindung wiederum hängt nicht vom Auge ab, sondern vom Zustand des Einzelnen (Geschlecht, Nationalität und Umgebung machen eine Feststellung von Farbe immer subjektiv).

Bunt-Ton /auch Farb-Ton

Im Gegensatz zu Weiß, Grau und Schwarz (unbunte Farben) meint der Bunt-Ton Sinneseindrücke, die als z.B. Rot, Gelb, Grün etc. zu beschreiben sind.

CIE 1976 L*a*b* Farbraum

Der CIE L*, a*, b* -Farbraum (von 1976) entspricht am ehesten der Farbwahrnehmung des menschlichen Auges. Er ist im Unterschied zum XYZ-Farbraum gleichabständig und setzt sich aus der Helligkeitsachse L*, der Rot-/Grün-Achse a* und der Gelb-/Blau-Achse b* zusammen. Aufbauend auf der Gegenfarbentheorie, orientieren sich die Koordinaten in dem Diagramm an der menschlichen Farbwahrnehmung.

CIE Normlichtarten

Von der CIE festgelegte, künstliche Lichtquellen, deren Strahlung den CIE- Normlichtarten A, C und D65 annähernd entspricht.

CIE Normlichtquellen

Von der CIE festgelegte, künstliche Lichtquellen, deren Strahlung den CIE- Normlichtarten A, C und D65 annähernd entspricht.

CIE Standardbeobachter

2° und 10 ° Standardbeobachter sind von der CIE definierte Gesichtsfeldgrößen. Die für das Normvalenzsystem 1931 von der CIE ermittelten Messwerte, beruhen auf einem festgelegten, gemittelten Beobachter, der in einem Sichtfeld von 2° mittig zur Hauptblickrichtung ausgerichtet ist. Da das normale Sichtfeld der menschlichen Wahrnehmung größer ist, wurde 1964 das 10° Sichtfeld eingeführt.

CIE Normvalenzsystem/CIE Tristimulus System

Um die Farbwahrnehmung des Menschen und den physikalischen Farbreiz in Relation zu stellen, entwickelte die CIE 1931 einen Farbraum, basierend auf ein Koordinatensystem. Dieser wurde Yxy-Farbraum oder auch Tristimulus-Farbraum genannt. Dem System legte man Messwerte zu Grunde, die in Relation zu einem gemittelten Beobachter mit einem Sichtfeld von 2° mittig zur Hauptrichtung stehen. Da das Sichtfeld der menschlichen Wahrnehmung größer ist, wurde 1964 ein weiteres Sichtfeld mit 10° entwickelt. Die Werte X, Y, und Z sind in diesem System die Grundwerte mit denen sich jede Farbe definieren lässt. Deshalb wird das Normsystem auch oft Tristimulus System genannt.

CIE, Commission Internationale de l'Eclairage

Übersetzt: Internationale Beleuchtungskommission. Sie legt weltweit Standards für Farbmessung und Farbdefinitionen fest.

CMC

Die CMC (Colour Measurement Commitee of the Society of Dyes and Colourists of Great Britain) stellte 1984 eine Gleichung auf, basierend auf LCh Zahlen. Anwendungsgebiet ist die Textilbranche, weshalb neben den Faktoren Helligkeit und Sättigung auch ein "kommerzieller Faktor" miteingerechnet wird. Beispiel: Festgelegt ist der Wert cf=1, was bedeutet "Delta E CMC < 1" wäre in Ordnung.

Delta E* (dE*, ?E*)

Farbabweichungen werden im L*,a*,b*-Farbraum als Delta E* angegeben. Der Wert ergibt sich immer aus der Gleichung zwischen zwei Farborten.
Der vom menschlichen Auge gerade noch wahrnehmbare Farbunterschied zweier Farben hat den Wert Delta E* = 1. Mit steigender Farbabweichung nimmt auch der Delta E* Wert zu.

DIN

Abkürzung für: Deutsches Institut für Normung. Das Institut ist ein eingetragener Verein und verfügt über viele verschiedene Normenausschüsse für technische Bereiche, wie z.B. Maschinenbau, Materialprüfung etc.

Dispersion

Zerlegung von Licht in Einzelteile, z.B. Regenbogen, optische Gläser, Diamanten.

Einfallswinkel

Der Winkel zwischen der Achse des aufprallenden Lichts auf das Medium, und dem rechten Winkel zur Oberfläche der Probe, nennt man Einfallswinkel.

EBC Farbzahl

Farbzahl zur Bestimmung von Bier und Würze in der Qualitätssicherung eines Brauprozesses.

Farbabstand

Distanz zwischen zwei Farbtönen in einem visuell gleichabständigen Farbraum, meistens Delta E (im L,a,b-Farbraum). Spezielle Abstandsformeln sind auch CMC oder CIE94. Diese kommen jedoch nur in bestimmten Branchen zur Anwendung. Der Farbabstand bezieht sich immer auf die akzeptierbaren Toleranzen und ist immer quantifiziert. Im Lebensmittelbereich sind z.B. bei einer bestimmten Anwendung deutliche Farbunterschiede noch "in Ordnung", hingegen bei lackierten Kunststoffteilen im Automobilbereich ist der tolerierbare Bereich sehr klein.

Farbdifferenz

Ein Vergleich von einer Probe zum Standard basierend auf Farbdifferenzdaten wie z.B. Delta E, Delta E*, Delta C, Delta C*, Delta E CMC etc. Wählt man die Farbskala L,a,b, oder L*, a*, b* sind die Delta Werte heller/dunkler, roter/grüner oder gelber/blauer. Liegt die Farbskala LCh zu Grunde sind die Werte heller/dunkler, weniger gesättigt/mehr gesättigt, bunter/unbunter.

Farbe

Farbe entsteht für das menschliche Auge, wenn Licht auf Oberflächen trifft und reflektiert wird. Weißes Licht wird dabei teilweise zurückgeworfen, teils verschluckt (absorbiert). Je nachdem welcher Anteil des Lichtes reflektiert wird, empfinden wir eine bestimmte Farbe. Dieser Vorgang geschieht im Gehirn, nachdem das Auge (und deren Zapfen) von sichtbarem Licht einer Lichtquelle gereizt wurden (siehe auch Farbreiz). Der Farbreiz wiederum führt zur Farbvalenz (Wahrnehmung) und damit zum Empfinden und Definieren von Farbe.

Farbeindruck

Der Farbeindruck entsteht, wenn bei weißem Licht nur bestimmte Wellenlängenbereiche absorbiert werden. Absorbiert eine Probe z.B. das Licht bei 520 bis 570nm, so erscheint sie für das menschliche Auge grün.

Farberkennung

Das Erkennen eines groben Farbunterschieds ist auch ohne Spektralphotometer möglich. Sei es durch ein geschultes Auge oder mit Hilfe von Farbabmusterungskabinen. Der objektive Farbeindruck, der vergleichbare und für die Industrie präzise Werte liefert, kann nur mit standardisierten Farbmessgeräten vorgenommen werden.

Farbmessung

In der Farbmessung kann Farbe mit Zahlenwerten erfassbar gemacht werden, mithilfe von Spektralphotometern oder Tristimulus-Colorimetern. Dadurch können feine Farbnuancen erkannt und ein Farbeindruck definiert werden. Wichtige Komponenten bei der Farbmessung sind: Farbraum, Lichtart, Geometrie, Beobachter sowie Probenvorbereitung. Nur unter Einhaltung dieser Faktoren können die, durch die Farbmessung errechneten Zahlenwerte, für eine konstante und präzise Farbdefinition sorgen.

Farbmessgeräte

Für die industrielle Farbmessung kommen entweder Spektralphotometer oder Kolorimeter zur Anwendung. Ein Spektralphotometer misst über das gesamte Spektrum sichtbaren Lichts sogenannte Remissionswerte. Mit diesen Werten kann der genaue Farbort und Farbabweichungen definiert werden. Die genauesten Spektralphotometer messen mit dem Zweistrahlverfahren. Das bedeutet, Licht wird in ein Spektrum aufgebrochen und über ein holographisches Gitter zu zwei Detektoren geleitet. Diese ermitteln immer präzise und stabile Messwerte, auch im Ultra-Violetten oder Infrarot Bereich. Kolorimeter dagegen bilden Tristimulus Werte ab und sind somit ideal für Messungen bei denen Farbe so gemessen werden soll wie es das menschliche Auge sieht.

Farbraum

Dreidimensionale Darstellung aller Farben, die in einem Farbmodell dargestellt werden können. Beispiele: CIE L*,a*,b*, CIE XYZ, CIE LCh und Hunter L, a, b. Weitere Farbräume sind RGB, CMYK, LMS oder HSV.

Farbreiz

Der Farbreiz ist die Ursache der Wahrnehmung und Deutung von Farbe. Er geht immer von einer Lichtquelle aus und reizt damit die Netzhaut des menschlichen Auges.

Farbvalenz

Ursache für die Farbvalenz ist der Farbreiz, Wirkung ist die Wahrnehmung von Farbe. Nach dem Physiker Helmholtz ist die Farbvalenz durch Farbton, Sättigung und Helligkeit definiert. Im CIE L*, a*, b*-Farbraum sind es die Koordinaten L* (für Helligkeit), a* (rot-grün) und b* (blau-gelb), aus denen sich die Farbvalenz zusammensetzt.

Farbzahl

Eine Farbzahl ist ein Index für bestimmte Anwendungen der Industrie. So z.B. Gardner Farbzahl. Oder auch APHA für die Pharmaindustrie. Farbzahlen werden im Vorfeld über Standards auf dem Farbmessgerät gespeichert. Mittels Referenzwerten können Vergleiche vorgenommen werden bis der exakte Farbeindruck erreicht ist.

Fluoreszenz

Die Eigenschaft, Licht kürzerer (unsichtbarer) Wellenlänge zu absorbieren und Licht längerer (sichtbarer) Wellenlänge zu emittieren. Anwendungsbeispiel: Fluoreszierende Materialien erhöhen die Sichtbarkeit von Verkehrszeichen, zum Beispiel bei schlechten Sichtverhältnissen.

Gardner Farbzahl

Die Gardner Farbzahl beschreibt Proben wie Öle, Harze und andere Chemikalien. Sie ist durch Glasstandards mit definierter Transmission und Farbigkeit festgelegt und liegt im Bereich Hellgelb bis Rot.

Gegenfarbtheorie

Alternativvorschlag zur Dreifarbentheorie von Karl Ewald Konstantin Hering, der davon ausging, dass in der Netzhaut drei getrennte chemische Prozesse stattfinden in denen die Farbpaare Blau-Gelb, Rot-Grün, und Schwarz-Weiß nach Gleichgewicht streben.

Gelbgrad, YI Yellowness Index

Der gelbliche Farbton von Textil- und Papierfasern entsteht dadurch, dass von ihnen bevorzugt blaues Licht absorbiert wird. Diese Wellenlänge fehlt nun im reflektierten Lichtspektrum und das Objekt erscheint gelblich (Komplementärfarbe)

Geometrie

45°/0°, 0°/45°
Bei einem Gerät mit 45°/0°-Geometrie wird die Probe unter 45° beleuchtet. Das reflektierte Licht sammelt der Empfänger unter 0°. Die Beleuchtung erfolgt hier meist zirkular um die Probe unter 45° - das wird als Rundumbeleuchtung bezeichnet. Bei Geräten mit 0°/45°-Geometrie erfolgt die Beleuchtung unter 0°. In diesem Fall sammelt der Empfänger das reflektierte Licht unter 45°. Meist werden mehrere Empfänger zirkular angeordnet. Das entspricht der Rundumbeobachtung. Beide Geometrievarianten werden als reziprok benannt, da das Ergebnis aufgrund optischer Strahlengesetze identisch ausfällt. 45°/0° und 0°/45°-Geräte messen immer unter Glanzausschluss. Sie messen den visuellen Eindruck der Probe und reflektieren am besten den Farbeindruck unseres menschlichen Auges. 45°/0° und 0°/45° kommen also meist dann in Betracht, wenn der Gesamteindruck (Appearance) einer bestimmten Farbe gemessen werden soll. Wird eine glänzende Probe betrachtet, erscheint sie dunkler und gesättigter als eine matte Probe, auch wenn die Proben identisch pigmentiert sind. Ein 45°/0°- oder ein 0°/45°-Gerät liefert Werte, die diese glänzende Probe dunkler und gesättigter beschreiben.


diffus/8°
Was verbirgt sich hinter der Bezeichnung »diffus/8°«? Bei einem Gerät mit einer diffus/8°-Geometrie wird die Probe diffus – das heißt von allen Richtungen aus – beleuchtet. Der Beobachter empfängt das reflektierte Licht aus einer Position, die 8° zur Senkrechten der Proben-Oberfläche versetzt ist. Die diffus/8°-Geometrie ist auch unter »Kugel-Geometrie« bekannt, weil eine auf der Innenseite weiß beschichtete Kugel zur Projektion des Lichts verwendet wird. Durch die mehrfache Reflexion im Innern der Kugel kommt es zur Farbmischung. Die 8°-Abweichung des Beobachters von der Probenoberfläche ermöglicht bei einem Teil der HunterLab-Geräte eine Reflexionsmessung mit oder ohne Glanzeinschluss. Im Messmodus mit Glanzeinschluss (RSIN) wird die totale Reflexion, das heißt die diffuse und gerichtete Reflexion (direkte Reflexion des Lichtstrahls, spiegelähnliche Reflexion oder Glanzlicht) gemessen. Im Messmodus ohne Glanzeinschluss wird nur die diffuse Reflexion gemessen. Die Glanzkomponente wird durch das Öffnen eines Teils der Kugel eliminiert, von dem normalerweise das Licht von der Probe zum Empfänger direkt reflektiert wird.

Glanz, Glanzfalle

Glanz beeinträchtigt die Wahrnehmung der Farbe einer Probe. Zwei Körper mit gleicher Farbe haben unterschiedliche Oberflächen, z.B. matt/glänzend oder strukturiert/glatt. Dem menschlichen Auge erscheinen sie unterschiedlich obwohl ein Farbmessgerät die gleichen Werte als Farbdefinition ausgibt. Ist es bewusst gewünscht die Probe so zu messen, wie es das Auge "sieht", kommt die 45/0 Geometrie zum Einsatz. Sollen Unterschiede ignoriert werden misst man mit d/8 Geometrie bei geschlossener Glanzfalle.

Gleichabständigkeit

Aufgrund äußerer Einflüsse, der Metamerie und des Zustands des einzelnen Betrachters ist es mitunter nicht leicht einen gleichen Farbeindruck zu gewinnen. In der industriellen Farbmessung ist deshalb immer von Toleranzen die Rede. Gibt man einen festgesetzten Farbabstand Delta E an, hat man eine Leitlinie für den Farbton der als gleich wahrgenommen werden sollte.

Haze

The scattering of light within or at the surface of a nearly clear specimen, responsible for cloudy appearance seen in transmission.

Helligkeit

Einer von drei Parametern, die sich zusammen als menschliche Empfindung von Farbe zusammensetzen. Neben Buntton/Farbton und Sättigung beschreibt die Helligkeit wie hell oder dunkel ein Produkt erscheint. In der Farbmetrik ist der Parameter Helligkeit meistens auf eine Vergleichsfarbe wie Refernzweiß oder XX bezogen.

Hitchen

Beim sogenannten "hitchen", werden zwei Farbmessgeräte so standardisiert, dass sie bei mehreren Proben annähernd die gleichen Werte errechnen

Hunter L,a,b Farbraum

Ein gleichabständiger Farbraum, 1958 von Richard S. Hunter entwickelt, der auf der CIE XYZ Farbskala von 1931 beruht. Hunter baute diesen Farbraum in die von ihm entwickelten Tristimulusgeräte und konnte so eine Lücke zur rein subjektiven Farbwahrnehmung schließen.

Interferenz

Licht das auf eine sehr dünne Schicht auftrifft, kann sowohl von der Oberfläche als auch von der Unterseite dieser Schicht in die gleiche Richtung reflektiert werden. Frequenzen, die dabei phasengleich reflektiert werden, werden verstärkt und Frequenzen die um eine halbe Wellenlänge verschoben zur Reflexion kommen löschen dabei aus. So werden je nach Richtung andere Farben reflektiert, das entstehende Farbspiel nennt man Interferenz. Interferenz Anwendungen findet man bei Metallicfarben dann Goniochromismus.

Licht

Licht ist der für das menschliche Auge sichtbare Bereich elektromagnetischer Strahlung. Dieser erstreckt sich von 380nm bis 780nm. Licht erschient als "weiß" wenn es alle Farben des sichtbaren Spektrums enthält.

Metamerie

Bedingt gleiche Farben haben unter einer Lichtart die gleiche Farbvalenz, und sind trotz verschiedener Absorptionsspektren mit bloßem Auge nicht zu unterscheiden.
Ist das Absorptionsspektrum identisch sehen zwei unbedingt gleiche Farben bei allen Lichtarten gleich aus.

Metamerie Index

Angabe für den Unterschied zweier Farben bei unterschiedlicher Beleuchtung. Maßangabe ist Delta E.

Nanometer (nm)

Ein Nanometer sind 10-9 Meter. Diese Maßeinheit wird zum Messen von Wellenlängen verwendet.

Normalbeobachter

Empfänger von Strahlen, dessen spektrale Empfindlichkeitskurven den CIE-Normspektralwertkurven entsprechen.

Objekt

Ein Objekt erscheint weiß wenn es mit weißem Licht beleuchtet wird und alle Farben des sichtbaren Spektrums gleichmäßig reflektiert werden.

Opazität

Trübe Materialien und Proben sind opak. Die Opazität beschreibt also ein Maß für die Lichtundurchlässigkeit von transluzenten (streuend lichtdurchlässigen) flachen Materialien und Schichten. Das Gegenteil sind transparente Proben.

Optik

Bereich der Physik welcher sich mit der Ausbreitung von Licht und seiner Wechselwirkung mit einer Probe bezieht.

Polychromator

A device for isolating narrow portions of the spectrum by dispersing light into its component wavelengths.

Präzision

Präzision ist der neuere Ausdruck für Wiederholgenauigkeit. Sie meint den Grad wiederholbarer Messungen mit einem Gerät an einer Probe unter gleichen Bedingungen.

Probenvorbereitung

Die Vorbereitung der Probe trägt entscheidend zum präzisen Messergebnis bei. Temperatur, Staub, Schmutz, Licht, Feuchtigkeit oder Fingerabrücke, sowie viele andere Einflüsse von außen beeinträchtigen die exakte Farbmessung. Auch bei unterschiedlichen Anwendern ist stets auf gleiche Handhabung zu achten.

Qualitätsmerkmal

(Auch Prüfmerkmal) Beschreibt Erscheinung und Zustand eines Gegenstands hinsichtlich verschiedener Parameter wie Sicherheit, Zuverlässigkeit, Optik etc.

Qualitätssicherung, Qualitätskontrolle, Qualitätsmanagement

Maßnahmen und Tätigkeiten die ausgeführt werden um eine Qualitätsanforderung, wie z.B. konstante Produktqualität sicher zu stellen.

Reflexion

An einer Oberfläche zwischen zwei Medien mit verschiedenen Brechzahlen werden auftreffende Wellen zurückgeworfen und der Brechungsindex des Mediums geändert. (z.B. Lichtbrechung ändert sich)
Man unterscheidet:
  • Gerichtete Reflexion: An glatten, polierten Oberflächen wird das Licht überwiegend gerichtet reflektiert, wobei der Ausfallswinkel (Reflexionswinkel) gleich dem Einfallswinkel ist.
  • Diffuse Reflexion: An rauen Oberflächen oder opaken Materialien mit internen Streuzentren (Milchglas) wird das einfallende Licht diffus gestreut. (Beispiel: Ulbrichtkugel)
  • Totale Reflexion: Licht wird vollständig an der Oberfläche reflektiert. Tritt nur bei ideal transparenten Proben auf.
  • Absolute Reflexion: Hier liegt der prozentuale Anteil von Absorption und Transmission bei Null.

Rosin Farbzahl

Zur Farbbestimmung von Harzen werden 15 eingefärbte Glasstandards verwendet.

Saybolt Farbzahl

Die Saybolt Farbzahl wird eingesetzt bei Proben wie z.B. Benzin, Kerosin und wird von der Säulenhöhe der Probe im Vergleich zu drei definierten Glasstandards abgeleitet.

Sättigung

Neben Buntton und Helligkeit eine der drei Eigenschaften die ein Mensch bei Farbe wahrnimmt. Der Grad der Sättigung bemisst sich nach der Entfernung vom Grau-Punkt.

Spectrophotometer

An instrument used for measuring the transmittance and/or reflectance of specimens as a function of wavelength.

Spectrum

Spatial arrangement of electromagnetic energy in order of wavelength. For visible radiation, the spectrum is a band of color produced by breaking white light into its component colors.

Standard

A reference against which instrumental measurements are made.

Toleranz

Angabe wie weit eine Probe von einem Standard abweichen darf. Toleranzen werden angegeben um eine Richtung aufzuzeigen wie weit die Probe von einem Standard entfernt sein "darf". Für jeden Farbraum oder Fasrbzahl können individuelle Toleranzen festgelegt werden.

Transluzenz

Die Probe ist teilweise lichtdurchlässig aber nicht komplett (transparent).

Transmission

Auf eine Oberfläche trifft ein Lichtstrahl, der teilweise reflektiert und beim Durchqueren teils auch absorbiert wird (s. Absorption). Die restlichen Wellen transmittieren durch das Medium bis zu ihrem Austritt. Der Transmissionsgrad ist somit eine Maßangabe für den Anteil von Strahlen die eine Probe durchdringen. Die Transmission als solche, ist also ein Maß für die Durchlässigkeit einer Probe für elektromagnetische Wellen wie z.B. verschiedene Arten von Licht. Tritt z.B. aus einer Probe nur halb so viel Licht wieder aus als ein, entspricht das einem Transmissionswert von 50%. Gründe hierfür könnten sein: Trübungen in der Probe oder hoher Fettgehalt (z.B. Milch) etc. 
  • Totale Transmission (TTRAN): Vorgang bei dem einfallendes Licht während der Transmission innerhalb einer Probe ohne Streuung auf der anderen Seite durchgeht. 
  • Diffuse Transmission: Vorgang bei dem einfallendes Licht während der Transmission innerhalb der Probe in viele Richtungen umgeleitet oder gestreut wird.

Transparenz

Die Eigenschaft der Probe ist so beschaffen, dass einfallendes Licht die Materie komplett durchdringt.

Tristimulusgerät

Gerät mit eingebauten Farbfiltern, annähernd entsprechend dem Verlauf der Farbwerte XYZ nach CIE 1931.

Trübung

Trübe Materialien und Proben sind opak. Die Opazität/Trübung beschreibt also ein Maß für die Lichtundurchlässigkeit von transluzenten (streuend lichtdurchlässigen) flachen Materialien und Schichten. Das Gegenteil sind transparente Proben.

Ulbrichtkugel

Hohlkugel, deren Innnenwand mattweiß gestrichen ist und Licht diffus reflektiert. Im rechten Winkel ist meist eine Öffnung für den Lichteintritt vorhanden sowie gegenüberliegend für den Lichtaustritt.

UV-Licht

Ultra-violettes Licht bzw. UV-Strahlung liegt in dem für Menschen nicht mehr sichtbaren Wellenlängenbereich kleiner 380nm. Dieses kurzwellige Licht kann den Alterungsprozess von Produkten beschleunigen, weshalb Standards nicht unter Einfluss von UV-Licht gelagert werden sollten.

Wellenlänge

Lichtstrahlen sind elektromagnetische Wellen die durch ihre Frequenz/Wellenlänge definiert werden. Die Reichweite der Wellenlänge bestimmt die Farbe des Lichts. Der sichtbare Spektralbereich erstreckt sich zwischen 380nm (Violett) bis 780nm (Rot)

Weißgrad, Whiteness Index, WI

Stellt in vielen Industriebereichen ein Qualitätssiegel dar. Um die Farbe Weiß zu spezifizieren und vergleichen benötigt man Standards, die für viele Industrie Bereiche bindend sind. Zum Beispiel in der Zuckerindustrie, Papier-, Textil-, Automobil-, Druck- und Farbindustrie.

XYZ-Farbraum

Das XYZ-System von 1931 beruht auf Messprotokolle, die auf der menschlichen Farbwahrnehmung aufbauen. Aus heutiger Sicht sind sie nicht mehr ausreichend und der CIE L*, a*, b*-Farbraum am weitesten verbreitet.

Yellowness Index, YI (siehe auch Gelbgrad)

Aus dem Vergleich von Spektraldaten verschiedener Proben errechnet sich der Wert YI. Dieser Index ist häufig zu finden in den Anwendungen Textil, Kunststoffe, Farbe und Lacke, sowie bei allen Messungen bei denen der Farbeindruck Weiß oder nahezu farblos ist.

Zapfen

Als Grundlage der Farbmetrik gilt die spektrale Absorptionskurve. Diese ergibt sich aus dem Reiz aller drei Zapfentypen, welche im zentralen Bereich der Netzhaut sitzen. Man unterscheidet (beim Menschen) den S-Typ (Blaurezeptor), M-Typ (Grünrezeptor) und L-Typ (Rotrezeptor).
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