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Glossar

Farbabstand

Distanz zwischen zwei Farbtönen in einem visuell gleichabständigen Farbraum, meistens Delta E (im L,a,b-Farbraum). Spezielle Abstandsformeln sind auch CMC oder CIE94. Diese kommen jedoch nur in bestimmten Branchen zur Anwendung. Der Farbabstand bezieht sich immer auf die akzeptierbaren Toleranzen und ist immer quantifiziert. Im Lebensmittelbereich sind z.B. bei einer bestimmten Anwendung deutliche Farbunterschiede noch "in Ordnung", hingegen bei lackierten Kunststoffteilen im Automobilbereich ist der tolerierbare Bereich sehr klein.

Farbdifferenz

Ein Vergleich von einer Probe zum Standard basierend auf Farbdifferenzdaten wie z.B. Delta E, Delta E*, Delta C, Delta C*, Delta E CMC etc. Wählt man die Farbskala L,a,b, oder L*, a*, b* sind die Delta Werte heller/dunkler, roter/grüner oder gelber/blauer. Liegt die Farbskala LCh zu Grunde sind die Werte heller/dunkler, weniger gesättigt/mehr gesättigt, bunter/unbunter.

Farbe

Farbe entsteht für das menschliche Auge, wenn Licht auf Oberflächen trifft und reflektiert wird. Weißes Licht wird dabei teilweise zurückgeworfen, teils verschluckt (absorbiert). Je nachdem welcher Anteil des Lichtes reflektiert wird, empfinden wir eine bestimmte Farbe. Dieser Vorgang geschieht im Gehirn, nachdem das Auge (und deren Zapfen) von sichtbarem Licht einer Lichtquelle gereizt wurden (siehe auch Farbreiz). Der Farbreiz wiederum führt zur Farbvalenz (Wahrnehmung) und damit zum Empfinden und Definieren von Farbe.

Farbeindruck

Der Farbeindruck entsteht, wenn bei weißem Licht nur bestimmte Wellenlängenbereiche absorbiert werden. Absorbiert eine Probe z.B. das Licht bei 520 bis 570nm, so erscheint sie für das menschliche Auge grün.

Farberkennung

Das Erkennen eines groben Farbunterschieds ist auch ohne Spektralphotometer möglich. Sei es durch ein geschultes Auge oder mit Hilfe von Farbabmusterungskabinen. Der objektive Farbeindruck, der vergleichbare und für die Industrie präzise Werte liefert, kann nur mit standardisierten Farbmessgeräten vorgenommen werden.

Farbmessung

In der Farbmessung kann Farbe mit Zahlenwerten erfassbar gemacht werden, mithilfe von Spektralphotometern oder Tristimulus-Colorimetern. Dadurch können feine Farbnuancen erkannt und ein Farbeindruck definiert werden. Wichtige Komponenten bei der Farbmessung sind: Farbraum, Lichtart, Geometrie, Beobachter sowie Probenvorbereitung. Nur unter Einhaltung dieser Faktoren können die, durch die Farbmessung errechneten Zahlenwerte, für eine konstante und präzise Farbdefinition sorgen.

Farbmessgeräte

Für die industrielle Farbmessung kommen entweder Spektralphotometer oder Kolorimeter zur Anwendung. Ein Spektralphotometer misst über das gesamte Spektrum sichtbaren Lichts sogenannte Remissionswerte. Mit diesen Werten kann der genaue Farbort und Farbabweichungen definiert werden. Die genauesten Spektralphotometer messen mit dem Zweistrahlverfahren. Das bedeutet, Licht wird in ein Spektrum aufgebrochen und über ein holographisches Gitter zu zwei Detektoren geleitet. Diese ermitteln immer präzise und stabile Messwerte, auch im Ultra-Violetten oder Infrarot Bereich. Kolorimeter dagegen bilden Tristimulus Werte ab und sind somit ideal für Messungen bei denen Farbe so gemessen werden soll wie es das menschliche Auge sieht.

Farbraum

Dreidimensionale Darstellung aller Farben, die in einem Farbmodell dargestellt werden können. Beispiele: CIE L*,a*,b*, CIE XYZ, CIE LCh und Hunter L, a, b. Weitere Farbräume sind RGB, CMYK, LMS oder HSV.

Farbreiz

Der Farbreiz ist die Ursache der Wahrnehmung und Deutung von Farbe. Er geht immer von einer Lichtquelle aus und reizt damit die Netzhaut des menschlichen Auges.

Farbvalenz

Ursache für die Farbvalenz ist der Farbreiz, Wirkung ist die Wahrnehmung von Farbe. Nach dem Physiker Helmholtz ist die Farbvalenz durch Farbton, Sättigung und Helligkeit definiert. Im CIE L*, a*, b*-Farbraum sind es die Koordinaten L* (für Helligkeit), a* (rot-grün) und b* (blau-gelb), aus denen sich die Farbvalenz zusammensetzt.

Farbzahl

Eine Farbzahl ist ein Index für bestimmte Anwendungen der Industrie. So z.B. Gardner Farbzahl. Oder auch APHA für die Pharmaindustrie. Farbzahlen werden im Vorfeld über Standards auf dem Farbmessgerät gespeichert. Mittels Referenzwerten können Vergleiche vorgenommen werden bis der exakte Farbeindruck erreicht ist.

Fluoreszenz

Die Eigenschaft, Licht kürzerer (unsichtbarer) Wellenlänge zu absorbieren und Licht längerer (sichtbarer) Wellenlänge zu emittieren. Anwendungsbeispiel: Fluoreszierende Materialien erhöhen die Sichtbarkeit von Verkehrszeichen, zum Beispiel bei schlechten Sichtverhältnissen.
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