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Glossar

Gardner Farbzahl

Die Gardner Farbzahl beschreibt Proben wie Öle, Harze und andere Chemikalien. Sie ist durch Glasstandards mit definierter Transmission und Farbigkeit festgelegt und liegt im Bereich Hellgelb bis Rot.

Gegenfarbtheorie

Alternativvorschlag zur Dreifarbentheorie von Karl Ewald Konstantin Hering, der davon ausging, dass in der Netzhaut drei getrennte chemische Prozesse stattfinden in denen die Farbpaare Blau-Gelb, Rot-Grün, und Schwarz-Weiß nach Gleichgewicht streben.

Gelbgrad, YI Yellowness Index

Der gelbliche Farbton von Textil- und Papierfasern entsteht dadurch, dass von ihnen bevorzugt blaues Licht absorbiert wird. Diese Wellenlänge fehlt nun im reflektierten Lichtspektrum und das Objekt erscheint gelblich (Komplementärfarbe)

Geometrie

45°/0°, 0°/45°
Bei einem Gerät mit 45°/0°-Geometrie wird die Probe unter 45° beleuchtet. Das reflektierte Licht sammelt der Empfänger unter 0°. Die Beleuchtung erfolgt hier meist zirkular um die Probe unter 45° - das wird als Rundumbeleuchtung bezeichnet. Bei Geräten mit 0°/45°-Geometrie erfolgt die Beleuchtung unter 0°. In diesem Fall sammelt der Empfänger das reflektierte Licht unter 45°. Meist werden mehrere Empfänger zirkular angeordnet. Das entspricht der Rundumbeobachtung. Beide Geometrievarianten werden als reziprok benannt, da das Ergebnis aufgrund optischer Strahlengesetze identisch ausfällt. 45°/0° und 0°/45°-Geräte messen immer unter Glanzausschluss. Sie messen den visuellen Eindruck der Probe und reflektieren am besten den Farbeindruck unseres menschlichen Auges. 45°/0° und 0°/45° kommen also meist dann in Betracht, wenn der Gesamteindruck (Appearance) einer bestimmten Farbe gemessen werden soll. Wird eine glänzende Probe betrachtet, erscheint sie dunkler und gesättigter als eine matte Probe, auch wenn die Proben identisch pigmentiert sind. Ein 45°/0°- oder ein 0°/45°-Gerät liefert Werte, die diese glänzende Probe dunkler und gesättigter beschreiben.


diffus/8°
Was verbirgt sich hinter der Bezeichnung »diffus/8°«? Bei einem Gerät mit einer diffus/8°-Geometrie wird die Probe diffus – das heißt von allen Richtungen aus – beleuchtet. Der Beobachter empfängt das reflektierte Licht aus einer Position, die 8° zur Senkrechten der Proben-Oberfläche versetzt ist. Die diffus/8°-Geometrie ist auch unter »Kugel-Geometrie« bekannt, weil eine auf der Innenseite weiß beschichtete Kugel zur Projektion des Lichts verwendet wird. Durch die mehrfache Reflexion im Innern der Kugel kommt es zur Farbmischung. Die 8°-Abweichung des Beobachters von der Probenoberfläche ermöglicht bei einem Teil der HunterLab-Geräte eine Reflexionsmessung mit oder ohne Glanzeinschluss. Im Messmodus mit Glanzeinschluss (RSIN) wird die totale Reflexion, das heißt die diffuse und gerichtete Reflexion (direkte Reflexion des Lichtstrahls, spiegelähnliche Reflexion oder Glanzlicht) gemessen. Im Messmodus ohne Glanzeinschluss wird nur die diffuse Reflexion gemessen. Die Glanzkomponente wird durch das Öffnen eines Teils der Kugel eliminiert, von dem normalerweise das Licht von der Probe zum Empfänger direkt reflektiert wird.

Glanz, Glanzfalle

Glanz beeinträchtigt die Wahrnehmung der Farbe einer Probe. Zwei Körper mit gleicher Farbe haben unterschiedliche Oberflächen, z.B. matt/glänzend oder strukturiert/glatt. Dem menschlichen Auge erscheinen sie unterschiedlich obwohl ein Farbmessgerät die gleichen Werte als Farbdefinition ausgibt. Ist es bewusst gewünscht die Probe so zu messen, wie es das Auge "sieht", kommt die 45/0 Geometrie zum Einsatz. Sollen Unterschiede ignoriert werden misst man mit d/8 Geometrie bei geschlossener Glanzfalle.

Gleichabständigkeit

Aufgrund äußerer Einflüsse, der Metamerie und des Zustands des einzelnen Betrachters ist es mitunter nicht leicht einen gleichen Farbeindruck zu gewinnen. In der industriellen Farbmessung ist deshalb immer von Toleranzen die Rede. Gibt man einen festgesetzten Farbabstand Delta E an, hat man eine Leitlinie für den Farbton der als gleich wahrgenommen werden sollte.
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